Montag, 10. September 2012

TAR 2012 - Etappe 5 - Prettau - Sand

Auf geht's in die nächste Runde :-)
Da die 4te Etappe so super gelaufen ist, bin ich voll motiviert in diese 5te Etappe gestartet.
Konnte mich gleich vom Start an wieder ganz vorne positionieren, und lief den ersten Anstieg locker und leicht durch ohne den Anschluss zu verlieren. Auch der Anstieg zur Bretterscharte auf über 2500m funktionierte perfekt, ich fühlte mich gut.
Auf dem Abstieg wurde ich lediglich von einem anderen Einzelläufer überholt, habe somit auch bergab nicht sonderlich verloren.
Ich versuchte mich an den Einzelläufer zu halten, da er bergauf dasselbe Tempo ging wie ich.
Der 2te Anstieg war aber länger als erwartet, zu meinem Pech kam auch die Sonne raus und brannte unerbitterlich auf uns herab!
Je höher ich kam, desto mehr ging mein Kreislauf in den Keller :-(
Ich kämpfte mich gerade noch über den letzten Grad, dann musste ich aber eine kleine Pause im Wald einlegen. Die Ohren waren zu und ich absolut k.o., nach einem Riegel im Schatten und ausreichend Flüssigkeitszufuhr ging's dann aber relativ rasch wieder bergauf und ich konnte weiterlaufen, zum Glück vorerst nur noch bergab Richtung Sand in Taufers.
Mit schwachen Beinen fällt allerdings auch das Bergablaufen schwer, so wurde ich von einem Läufer nach dem anderen überholt. Dies war mir zu diesem Zeitpunkt aber absolut egal, da ich nur noch irgendwie ins ersehnte Ziel kommen wollte.
Die Kilometer schienen einfach nicht weniger zu werden, mühevoll quälte ich mich zur letzten Labstation, von der sollten es "nur" noch 6 sein.
Das sollte zu schaffen sein, als dann allerdings kurz vor dem Ziel ein Anstieg kam, war ich kurz vorm verzweifeln. Als Entschädigung bot sich uns der malerische Blick auf die Reinbacher Wasserfälle, welche mir zu diesem Zeitpunkt, aber schon so etwas von egal waren ;-)
Irgendwie hab ich es dann doch ins Ziel geschafft, wo mich bereits Toni aus dem Pillerseetalbiker Team erwartete, er musste leider aufgrund einer Sehnenentzündung am unteren Schienbein aus dem Rennen ausscheiden :-(

Im Ziel hab ich mir gleich eine Flasche Cola organisiert, welches der reinste Balsam für meinen Kreislauf war. Mit der Menge Koffein intus war es mir auch egal den 2,5 km langen Weg zu den Massagen per Fuß und nicht per Shuttle zurückzulegen. In den Shuttle Service hab ich auch kein Vertrauen mehr ;-)

Zum Glück bekam ich gleich einen Massagetermin, danach noch Black Rolls und eine ausgiebige Dehnungssession, danach ging's wieder zurück zum Zielbereich, wo bereits der Bus ins Hotel wartete, perfektes Timing, so schaffte ich es an diesem Tag, bereits um 16 Uhr im Hotel zu sein.
Nochmal Dehnen, Pferdebalsam, Topfen und dann ins Bett, ich wollte unbedingt noch ein wenig regenerativen Schlaf tanken.
Um 17 Uhr überkam mich aber ein Heißhunger, der mich direkt zum nahegelegenen Supermarkt trieb. Aufgerüstet mit Speck- und Wurstemmel, einer Packung Chips und noch mehr Cola lag ich wenig später wieder im Bett :-)

Auch die geplante Nahrungsaufnahme um 18:30 funktionierte perfekt, diesmal war der Koch anwesend und wir bekammen unsere Kohlehydrat "rapidamente". Die halbe Pizza Tonno nahm ich mir dann noch für's Frühstück mit, konnte sowieso schon keine Semmel mehr sehen :-(

An diesem Abend machte sich auch eine gewisse Motivationslosigkeit in mir breit, irgendwie viel es mir schwer mich auf die nächste(n) Etappe(n) zu freuen! Dies änderte sich schlagartig, als Dany meinte, sie reisen früher als geplant an, und würden bereits morgen in St. Vigil auf mich warten :-)

Der Stromausfall, welcher das halbe Ahrntal ausschaltete, kam mir gelegen, so hatte ich einen Grund mehr früher als sonst in das Reich der Träume zu entschwinden!

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