Mittwoch, 5. September 2012

Prettau - das Chaos hat einen Namen

Was ich gestern alles erlebt habe, dass glaubt mir keiner ;-)
Als erstes war die Labstation im Ort (um die sich die Etappenorte selber kümmern müssen) ein Wahnsinn, außer Schokolade und Schüttelbrot mit Speck (auch nur für die schnellsten) gab's nichts, nichts warmes, vernüftiges sättigendes. Das war wirklich ein Armutszeugnis, selbst ein Südtiroler Läufer aus der Gegend hat sich dafür geschämt!
Ich genoss dann noch eine Massage und Black Rolls Anwendung, ich habe mir Zeit gelassen, da ich dachte, dass das Gepäck bereits im Hotel ist (welches 15km entfernt im Nachbardorf ist), wie auch in den Tagen davor.
Denkste ich wurde eines besseren belehrt, man durfte sich seine Tasche am Parkplatz nehmen und selber mittels Shuttlebus (der auch nochmal 6 EUR extra kostete) ins Hotel mitnehmen. Na gut, das Leben ist kein Ponyhof und vom Aufregen kommt das Gepäck auch nicht in die Unterkunft, zum Glück ging der Shuttlebus bereits in 15min. Ätsch wieder daneben, wir haben geschlagene 50 min am Parkplatz ausgeharrt, ehe der Bus einbog. So jetzt aber hurtig, sonst geht sich das mit der Pasta-Party nicht mehr, wir müssen ja dann wieder vom Hotel retour nach Prettau, wo die Pasta Party stattfinden, letzter Shuttle lt. Plan 16:53.
Jetzt ist es 16:10, wird also ziemlich knapp. Als wir dann noch 20 min im Bus warten durften, war mir klar, dass es diesmal auch keine Pasta-Party für mich geben wird :-)

Bis ich dann im Hotel war es schon weit nach 17 Uhr, Toni und Johanna (sie dasselbe Hotel) kamen dann mit dem nächsten Shuttle auf 18 Uhr ins Hotel.
Um 19 Uhr machten wir uns dann endlich auf Futtersuche, lt. Rezeptionistin ist eine Pizzeria ganz in der Nähe. Sie war in der Nähe, ja, aber leider Dienstag Ruhetag :-(
Am Ortsende fanden wir dann doch noch eine Pizzeria, schaute nicht schlecht aus, also rein in die gute Stube :-)

Uns schwante schreckliches, als wir in die verärgerten Gesichter der Gäste blickten und eine junge, übergewichtige Kellnerin hektisch, schwitzend wild und planlos durch die Gegend sprang.

Wir hatten keine andere Wahl "Friss oder stirb". Ich ergriff sofort die Chance ein falsch bestelltes Wienerschnitzel vor dem Sautrank zu retten. Jetzt hatten wir zumindest mal eine Vorspeise, Toni organisierte die Getränke direkt an der Bar, perfekt!
Als dann auch noch eine 2te Aushilfskellnerin kam und wir unsere Bestellung aufgeben durften, waren wir guter Dinge!
Salat. Nudeln, Schinken-Käse Omlette, was man halt so für's Karbo(re)loading braucht :-)

Salat kam dann auch gleich inkl. Johanna Polenta, super.
Doch dann rührte sich nichts mehr, als die Kellner dann mit dem Aufdecken für das Frühstück begannen, haben wir dann doch mal nachgefragt, wo den unsere Essen sei.
Sie meinte nur verdutzt, "Hat das der Koch nicht gebracht? Der ist jetzt schon nach Hause gegangen?".

NEIN!!!!!!!!!!!

Als die 2 Läuferinnen des Nebentischs unser Dilemma miterlebten, teilten sie brüderlich ihren Graukäse und Brot mit uns, das war aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Wir bezahlten (das Schnitzel und die Salate hat sie vergessen) und gingen mit knurrendem Magen Richtung Hotel.

Als ich mich zum Schlafen fertig machte, kopfte es an der Türe, davor die 2 Mädels aus dem Restaurant, mit in einer Servietten eingepackten Kroketten vom Nebentisch, die übrigblieben, das war ein Service, so musste ich nicht mehr ganz so hungrig ins Bett ;-)

Meex

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